Aktuelles

Reisen in Zeiten von Corona?

Wir starten mit unseren Reisen im Jahr der Coronapandemie.
Warum machen wir das und welche Auswirkungen hat das für unsere Planungen?

2020 ist unser Auftaktjahr … Um mit so einer Idee zu starten gibt es vermutlich kaum ungünstigere Zeitpunkte. Die COVID-19-Pandemie führt zu weltweiten Reise- und Mobilitätsbeschränkungen. Und trotzdem starten wir dieses Jahr, denn unsere Motivation ist groß und unsere Ideen sind zahlreich, sodass wir sie weiterspinnen und mit viel Glück auch realisieren möchten. Indem wir unser Projekt jetzt in die Welt hinaustragen, darfst Du es kommentieren, bejubeln oder zerreißen. So lernen wir gemeinsam für alles Weitere dazu.

Wir möchten unseren eigenen Umgang mit „Krisen“ finden und nutzen dazu diese Zeit. Mit unserer Idee, Bildungsarbeit anhand von Reisen durchzuführen, begeben wir uns in ein grundsätzliches Spannungsfeld. Schließlich sind wir weiße, privilegierte Bürger*innen eines wohlhabenden mitteleuropäischen Landes. Unsere Reisepässe ermöglichen uns eine Bewegungsfreiheit, wie sie viele andere Menschen nicht kennen. Die Coronapandemie ändert jedoch auch unseren Alltag in Mitteleuropa so stark, wie wir es noch nie in unseren Leben erfahren haben – wir konnten es uns in den warmen Decken des Wohlstands bequem machen. „Krisen“, Naturkatastrophen, Epidemien oder Gewalt bestimmen allerdings regelmäßig den Alltag vieler Menschen weltweit.

Wir nehmen das Coronavirus und die Gefahren für Menschenleben ernst. Aber wir möchten auch nicht vor Angst erstarren und abwarten. Das ist im Endeffekt ein Prinzip, dass wir bei jeder unserer Reisen verfolgen werden: Wir möchten uns und andere nicht gefährden und dabei einen ausgewogenen und vielseitigen Blick auf unsere Welt be- und erhalten.

Eine Reise wird selbstverständlich nicht stattfinden, falls die lokale Ausbreitung des Coronavirus am Reiseziel dagegen spricht. Da wir keine Reiseagentur sind und statt klassischem Massentourismus Bildungsreisen organisieren, werden wir eine Reise nur durchführen, falls die Umstände auch dem Thema zuträglich sind. Falls eine Reise abgesagt werden muss, ist die Idee jedoch lange noch nicht vom Tisch und wir werden zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Termin finden. Daher freuen wir uns, wenn Du trotzdem für eine Reise Interesse zeigst und auf dem Laufenden bleiben möchtest.

In diesem Sinne laden wir Dich zu unseren diesjährigen Reisen ein, so wie wir sie bisher geplant haben: Im Juli werden wir uns in Südfinnland fragen, inwiefern Architektur und Design Identität prägen können. Unsere geplante Reise nach Barcelona haben wir verschoben und organisieren stattdessen eine (Rad-)Reise in die Lausitz. Wir fahren im doppelten Sinne auf Sicht: Sollte die Situation kein verantwortliches Reisen erlauben, werden wir die Reise absagen – falls das nicht der Fall sein sollte freuen wir uns umso mehr, gemeinsam wieder über den Tellerrand zu schauen! Aktuelle Informationen werden stets auf unserer Homepage verfügbar sein.

… Wir schließen uns in Bezug auf das Coronavirus der Erklärung des Recht auf Stadt Forums 2020 an, das vor einigen Tagen von unseren Freund*innen des Kollektivs Raumstation organisiert wurde